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Composing: Storm is coming

Seit ein paar Wochen beschäftige ich ich neben der Fotografie auch mit wachsender Begeisterung dem Composing. Falls ihr nicht wisst, was mit Composing gemeint ist:

Bei einem Composing werden mit Hilfe einer Bildbearbeitungssoftware verschieden Photos und andere Bildbestandteile zu einem neuen Bild kombiniert. Dadurch entsteht ein komplett neues Bild, bei dem ndie einzelenen Komponenten zu einer neuen Einheit verschmelzen.

Ich möchte euch heute einmal eines meiner ersten Composings vorstellen. Ich habe ihm den Titel „Storm is coming“ gegeben:

Composing: Storm is coming

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie bin ich vorgegangen?
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Normalerweise sollte man sich vor dem Start schon Gedanken machen, wohin bei dem Composing die Reise gehen soll. Die Gefahr ist sonst relativ groß, dass man sich am Ende total verzettelt. Mein Grundgedanke war der aufziehende Sturm mit einem kleinen Fischerboot, dass durch den aufkommenden Wind in Gefahr gerät. Die Idee mit dem Killerwal kam mir allerdings erst während des Composings. Dieser sollte die Gefahr der Seeleute in ihrem kleinen Kutter noch verstärken. Das Licht der Laterne, die vorne am Boot befestigt wurde, soll das Auge des Betrachters zunächst auf das Boot lenken.

Als nächstes habe ich mir Gedanken über die Bildauswahl gemacht. Was habe ich bereits an Bildern, die ich verwenden kann und was muss ich mir noch an Stockfotos dazu suchen. Die einfachste Art an Bilder zu kommen, sind natürlich eigene Aufnahmen. Das Boot mit den Fischern hatte ich bei unserem letzten Sommerurlaub in Frankreich geschossen. Nur hatte ich keine Gewitterwolken, aufbrausendes Wasser, eine Laterne und schon gar keinen Orka.

Woher bekomme ich fremde Bilder?
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Meine erste Anlaufstelle für Stockfotos ist die Seite DeviantArt.com. Auf dieser Seite gibt es viele Leute, die ihre Stockfotos kostenlos zur Verfügung stellen. Meist ist allerdings dann Voraussetzung für die Nutzung des Bildes der Verweis auf die Bildquelle mit einem Link zur entsprechenden DeviantArt-Seite. Außerdem möchten die meisten Nutzer bei DeviantArt gerne einen Link zu dem erstellten Projekt bekommen.

Eine weitere Seite für komplett kostenlose Stockfotos ist freeimages.com. Die Bilder, die man hier findet, kann man komplett kostenlos und ohne Angaben der Quellen nutzen. Man muss nur darauf vertrauen, dass die angebotenen Bilder nicht aus anderen Quellen stammen und somit eventuell doch unwissentlich Urheberrechte verletzt werden könnten. Dies gilt allerdings auch für DeviantArt und andere Portale. Eine gewisse rechtliche Unsicherheit wird es daher immer geben, außer man kennt den Urheber persönlich oder verwendet eben einfach seine eigenen Bilder.

Falls man aus den bereits genannten Quellen nichts passendes für seine Ideen findet, kann man auf kostenpflichtigen Portalen sein Glück versuchen. Als Quelle für lizenzfreie Fotos ist hier mal als Beispiel Fotolia.de zu nennen. Hier gibt es viele hochwertige Aufnahmen, die allerdings auch ihren Preis haben. Der Preis richtet sich in der Regel nach der Auflösung des angebotenen Bildes. Teilweise bekommt man Bilder schon ab 1 Euro. Für eine brauchbare Auflösung muss man dann aber auch mal mit 5 Euro oder mehr rechnen.

Ansonsten bliebe dann noch die Suche auf den bekannten Fotoportalen, wie Flickr, 500px oder die Fotocommunity. Wenn man hier den Urheber des Fotos anschreibt und nett um Erlaubnis fragt, kann man eventuell die Bilder nutzen. Gerade wenn man die Fotos für nicht kommerzielle Zwecke haben möchte, kann man hier durchaus Glück haben und die Erlaubnis vom Urheber bekommen.

Wovon ich allerdings unbedingt abraten möchte ist Bilder aus unbekannten Quellen zu verwenden oder wissentlich Fotos zu verwenden, für die man keine Erlaubnis habt. Urheberrechtsverletzung ist kein Kavaliersdelikt und im Zweifel lasst es lieber sein und verwendet das Foto dann lieber nicht. Hier ist wichtig zu wissen, dass Bilder automatisch urheberrechtlich geschützt sind. Der Urheber muss darauf nicht ausdrücklich hinweisen. Das wissen viele überhaupt nicht! Also Vorsicht!

Der Ablauf in Photoshop
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Ich erstelle meine Composings alle in Photoshop CC 2014. Es gibt sicherlich auch andere Software, die dafür geeignet ist (z.B. Gimp), aber ich nutze eben con Anfang an Photoshop und bin damit glücklich! 🙂

So bin ich also bei dem Composing vorgegangen:

1. Himmel und Meer zusammengefügt
2. Boot freigestellt und eingefügt
3. Mittels Dynamik, Tonwertkorrektur und Gradationskurve die Farben, Helligkeit und Kontrast des Bootes an den Hintergrund angepasst
4. Lampe freigestellt und eingefügt und mittels Gradationskurve an die Umgebung angepasst.
5. Mittels gefüllter Farbebene und Maske mit dem Pinsel das Licht eingemalt
6. Den Wal freigestellt, eingefügt und ebenfalls mittels Gradationskurve angepasst.
7. Mittels Verlaufsumsetzung dem gesamten Bild einen einheitlichen Look verpasst (Fotografische Tonung)
8. Regentextur im Modus „negativ multiplizieren“ hinzugefügt und Deckkraft angepasst
9. Eine Kopie des kompletten Bildes auf einen neue Ebene gelegt
10. Mittels NIK Color Efex 4 des finalen Bildlook kreiert (Kombination aus Cross Processing, Midnight und Vignette)

Im das Ganze einmal etwas zu veranschaulichen, habe ich eine (wirklich) kurze Zeitrafferaufnahme mit Photoshop erstellt:

Quellenangaben zu den verwendeten Bildern
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1) http://chimonk.deviantart.com/art/bird-bird-bird-PNG-format-194523077
2) http://doloresminette.deviantart.com/art/smashed-car-PNG-327800499
3) http://pixelmixtur-stocks.deviantart.com/art/Titanic-PNG-Stock-317255475
4) http://mjranum-stock.deviantart.com/art/Summon-the-storm-2-210476120
5) http://dh-textures.deviantart.com/art/Storm-Cloud-Stock-210586378
6) http://amethystdreams1987.deviantart.com/art/Clouds-8-149395740
7) http://amka-stock.deviantart.com/art/dark-cloud-stock-468450641

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